Vermieter

Wie mache ich eine Räumungsklage gegen den Mieter und wie teuer ist das Verfahren?

Mieter zahlt seine Miete nicht

Eine sehr häufig vorkommende Konstellation ist, dass der Mieter seine Miete nicht mehr zahlt oder zahlen kann. In einer solchen Situation, stellt sich für den Vermieter die Frage, wie er den zahlungsunwilligen oder zahlungsunfähigen Mieter herausklagen kann.

Voraussetzungen einer Räumungsklage

In diesem Zusammenhang ist ein probates Mittel, die Räumungsklage. Die wichtigste Voraussetzung für eine solche Klage ist, eine vorausgehende wirksame Kündigung. Die weiteren Voraussetzungen hängen dann davon ab, welcher Kündigungsgrund vorliegt. So ist der Begründungssaufwand bei einer Eigenbedarfskündigung, ein anderer als bei einer Kündigung wegen nicht gezahlter Miete. In jedem Fall muss die Kündigung schriftlich vorliegen und deren Zugang muss beweissicher dokumentiert werden. Wenn also die Kündigung ausgesprochen ist, dann steht einer Räumungsklage nichts mehr im Wege.

Dauer einer Räumungsklage

Die Dauer der Räumungsklage hängt in der Regel von mehreren Faktoren ab. Die verschiedenen Gerichte arbeiten unterschiedlich schnell. Außerdem kommt es darauf an, ob sich der Mieter verteidigen wird und wie viel Aufwand, er dabei betreibt. In der Regel kann man davon ausgehen, dass in Frankfurt und der näheren Region, der Räumungsprozess bis zu einem Jahr dauern kann.

Kosten der Räumungsklage

Neben der Dauer der Räumungsklage, ist die wichtigste Frage, die der Kosten. Der Streitwert einer Räumungsklage ergibt sich aus zwölf Nettomieten. Beträgt die Miete beispielsweise 6.000 €, so beträgt der Streitwert 7.200 €. Aus diesem Streitwert werden die Gerichtskosten und die Anwaltskosten errechnet. In unserem Beispielsfall mit einer Miete in Höhe von monatlich 1.000 €, betragen die Gerichtskosten 609 €, die natürlich der Verlierer des Prozesses zu tragen hat. Die Anwaltskosten für das gerichtliche Tätigwerden belaufen sich auf 1.380,40. Das sind rund 2.000 €, mit denen der Vermieter rechnen muss, wenn er einen Anwalt beauftragt. Wenn man bedenkt, dass ein säumiger Mieter, jährlich einen Schaden in Höhe von mehr als 7.200 € (12 Bruttomieten) verursacht, dann sind die Kosten in Höhe von 2.000 € zu verschmerzen. Was vielfach nicht beachtet wird ist, dass die Gerichtskosten durch den Vermieter im Voraus gezahlt werden müssen. Gleiches gilt für die Kosten einer möglichen Zwangsvollstreckung. Hierbei ist damit zu rechnen, dass der Gerichtsvollzieher pro Zimmer 2.000 € veranschlagen, damit er den Mieter auf die Straße setzt. Das sind wichtige Überlegung, die der Vermieter im vor Klageerhebung anstellen sollte.

Es ist letztlich eine wirtschaftliche Betrachtungsweise vorzuziehen. Die gesamten Kosten des Verfahrens trägt im Falle der Niederlage, der Mieter. Wenn er nicht zahlen kann, dann bleibt der Vermieter zwar auf diesen Schaden sitzen. Er hat aber sein Eigentum wieder und kann dieses neu gewinnbringend vermieten.

 

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