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Wie beende ich ein Gewerberaummietverhältnis richtig?


Gewerberaummietverhältnis kündigen

Mietvertragsparteien, die einen Gewerberaummietvertrag abgeschlossen haben, stellen sich häufig die Frage, wie sie das Mietverhältnis wirksam beenden können. Die Gründe für ein Ende des Mietverhältnisses können sehr unterschiedlich sein. Manchmal ist es die wirtschaftliche Lage des Mieters, häufig ist es aber auch der Wunsch des Vermieters das Objekt aufgrund der gestiegenen Mietpreise neu zu vermieten.


Vorzeitige Beendigung des Gewerberaummietverhältnisses

Die Fälle der vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses meinen den Fall, dass das Mietverhältnis vor Fristablauf gekündigt wird. Die meisten Mietverträge werden zeitlich befristet. Es ist sehr selten, dass ein Gewerberaummietvertrag unbefristet geschlossen wird. Grundsätzlich laufen befristete Verträge mit Ablauf der Frist einfach aus. In solchen Fällen ist es unabdingbar in den Mietvertrag zu schauen. Dort werden häufig Verlängerungsoptionen und Regelungen zu finden sein, wann das Mietverhältnis genau endet. Findet sich keine solche Regelung, dann sind die gesetzlichen Kündigungsfristen zu beachten. Im Gewerberaummietverhältnis können der Mieter und der Vermieter drei Monate zum Quartalsende kündigen. Das sind also mindestens sechs Monate. Geht die Kündigung also im August ein, ist die Kündigung zum 31.03 des Folgejahres wirksam.

Ordnungsgemäße Beendigung

Häufig tritt aber der Fall auf, dass der Mieter noch keine anderen Mieträumlichkeiten gefunden hat und daher möchte er noch einige Monate in dem Objekt bleiben. Dem Vermieter hingegen, kann es hingegen nicht schnell genug gehen. Dann werden häufig die Juristen zu Rate gezogen, damit diese in dem Vertrag Anknüpfungspunkten finden, um den Auszug nach hinten zu verschieben. Mieter haben dann irrtümlich die Vorstellung, dass wie bei der Wohnraummiete, ein Kündigungsgrund vorliegen muss. Im Gewerberaummietverhältnis sind die Parteien viel freier zu vereinbaren, was ihren Interessen entspricht. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber auch keine Kündigungsgründe vorgegeben. Das bedeutet, dass der Vermieter mit einem „Zweizeiler“ wirksam Kündigungen kann. Per Gesetz ist auch nicht erforderlich, dass die Kündigung der Schriftform bedarf. Schriftform bedeutet, dass die Kündigung eigenhändig durch den Vermiete/Mieter oder eine vertretungsberechtigte Person unterschrieben wird. Es ist aber durchaus üblich, dass ein Formerfordernis im Vertrag festgeschrieben wird. Dann muss natürlich auch schriftlich gekündigt werden.

Rückgabe der Mietsache

Bei der Rückgabe der Mietsache ist ebenfalls in dem Mietvertrag zu blicken. Regelmäßig werden dort die Einzelheiten der Rückgabe geregelt. Sollte dies nicht der Fall sein, dann gilt der Grundsatz, dass die Mietsache so zurückzugeben ist, wie sie übernommen wurde. Deswegen rate ich meinen Mandanten, stets bei einer Neuvermietung sehr sorgfältig den Istzustand der Mietsache zu dokumentieren, gegebenenfalls mit Videomaterial festzuhalten und unter Zeugen zu protokollieren. Leider lehrt die Praxis oft, dass nach einem Mietverhältnis von zehn Jahren niemand mehr so recht Bescheid weiß, wie die Mietsache damals genau übergeben wurde. Das führt zu Unwägbarkeiten, die letztlich in Rechtsstreitigkeiten münden, die mit viel Kosten verbunden sind.

Vermeiden Sie in diesem Bereich Streit und dokumentieren sie sorgfältig. Wenn Sie Fragen rund um das Gewerberaummietverhältnis haben, dann können Sie mich jederzeit telefonisch unter 069 59 77 80 28 erreichen. Oder per E-Mail an info@rechtsanwalt-frankfurt-mietrecht.de

Ihr Anwalt für Mietrecht in Frankfurt.

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