Mieter

Schimmel in der Wohnung

Was mache ich, wenn Schimmel oder andere Mängel in der Wohnung auftreten?

Schimmel in der Wohnung

Ein sehr häufig auftretender Mietmangel ist Schimmel. Fast jeder Mieter hat das in seinem Leben schon mal erlebt. Für den Vermieter ist der Schimmelbefall ebenfalls ein Grauen. Wie verhalte ich mich richtig, damit mir keine Nachteile entstehen?

Mängelanzeige beim Vermieter

Für den Mieter ist es ratsam, dass er die betreffende Stelle fotografiert und eine entsprechende schriftliche Mängelanzeige an den Vermieter richtet. In dieser kann er das Foto beifügen und die Stelle, wo sich der Schimmel gebildet näher beschreiben. Wichtig ist es, dass auch eine Frist zur Behebung dieses Mangels gesetzt wird. Das Schreiben sollte unter Zeugen in den Briefkasten des Vermieters eingeworfen werden. Wichtig ist es hier, dass nicht abgewartet wird, bis der Schimmel sich vergrößert, sondern zeitnah reagiert wird.

Woher kommt Schimmel?

Die Schimmel kann sich baubedingt ergeben oder durch fehlerhaftes Lüften entstehen. Es besteht hierzu eine umfangreiche Rechtsprechung. Durch den Mieter sollte es vermieden werden, dass Schränke an Wände mit Fenstern aufgestellt werden. Außerdem soll vermieden werden, dass die Wäsche zu Hause getrocknet wird. Es sollte mindestens dreimal pro Tag für 10 Minuten „Stoß gelüftet“ werden. Das berühmte „Fenster auf Kippe“ reicht hierfür nicht aus. Sollte trotz dieser Maßnahmen der Schimmel weiter vorhanden sein und sich sogar ausbreiten, so ist es wahrscheinlich, dass dieser sich aufgrund von Feuchtigkeit aufgrund der Baubeschaffenheit ergibt. Das wäre dem Vermieter anzulasten.

Mietminderung wegen Schimmel?

Ob und wie hoch gemindert werden kann, muss im Einzelfall geprüft werden. Ich kann nur davon raten, sofort auf eigene Faust zu mindern. Wird eine zu hohe Minderungsquote angesetzt, so kann dies für einen wahrscheinlichen Mietprozess sich negativ auf die Kostenlast auswirken. Ich rate meine Mandanten, die Miete unter Vorbehalt zu zahlen. Zusätzlich wird der Vermieter aufgefordert, den Mangel zu beseitigen. Sodann muss der zu viel bezahlte Betrag eingeklagt werden. Dies hat den Vorteil, dass der Mieter nicht mit der Miete in Rückstand gerät und dadurch eine Kündigung provozieren könnte. Setzt der Mieter nämlich die Minderung zu hoch an, hat er für den überschießenden Betrag zu wenig gezahlt. Bei entsprechend langer Laufzeit könnte dies zu einem Kündigungsgrund führen. Dieses Risiko gilt es natürlich zu vermeiden

Bei Fragen rund um Schimmel in der Wohnung, rufen Sie mich an oder nutzen das Kontaktformular.

Ihr Anwalt für  Mietrecht in Frankfurt!